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Machen faule Kinder einfach nichts?

Und was machen faule Kinder? Dürfen die dann einfach nichts tun?

Natürlich kommen Kinder mit ganz unterschiedlichem Temperament in die Schule. Dies zeigt sich auch sehr schnell in ihrem Arbeitsverhalten. Einige können bereits sehr früh stundenlang konzentriert und zielstrebig arbeiten und kommen so sehr schnell vom Fleck und lernen schnell und viel. Auf der anderen Seite des Spektrums gibt es Kinder, die sich nicht wirklich auf etwas einlassen können. Sie haben kaum Interessen, lassen sich gerne berieseln und kommen aus sich heraus kaum in Bewegung.

Mit Blick auf lebenslanges Lernen ist es aber sehr kurzsichtig, diese Kinder nun zu Arbeiten zu nötigen, die sie nicht wirklich tun wollen. Gerade für solche Kinder ist es entscheidend, zuerst einmal eigene Interessen zu entwickeln und die Energie aufzubringen, diese Interessen zu verfolgen. Nimmt man ihnen diesen Schritt ab, so werden sie eigentlich in ihrer antriebsarmen Haltung bestätigt. Es lohnt sich nicht, von selber aktiv zu werden, die Lehrperson sagt mir dann schon, wenn ich unbegingt etwas tun muss. Sie werden auf Anweisungen warten und dann mehr oder weniger gut auf Befehl arbeiten. Einmal davon abgesehen, dass dies eine relativ traurige Lebenshaltung darstellt (08:15 und dann fernsehen), tun wir gerade diesen Kindern damit einen Bärendienst. Es gibt kaum mehr ein Berufsfeld, in dem nicht Eigeninitiative und Kreativität gefragt wären. Für das blosse Ausführen von Befehlen hat man heutzutage immer komplexer werdende Maschinen.

Lassen wir also diesen “faulen” Kindern Zeit, Interessen zu entwickeln und sich für etwas zu begeistern.