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Rolle der Schülerinnen und Schüler

Die Kinder lernen auf selbstgesteuerte Art und Weise. Sie entscheiden sich selbstständig für einen Gegenstand den sie bearbeiten wollen. Kinder übernehmen bereits von Schulbeginn an eine zentrale und aktive Rolle in ihrem eigenen Lernen und erkennen so ihre eigenen Schwächen und Stärken.

Die Kinder folgen ihren eigenen Lernwegen an Aufgaben, die sie sich selbst stellen. Jedes Kind hat dadurch die Möglichkeit auf seine eigene Weise zu lernen und selbstständig Vernetzungen zur gerade bearbeitenden Sache herzustellen. Aus dieser produktiven Arbeit entstehen Fehler, die für die Kinder nachvollziehbar sind und somit jedem Kind Hilfen zur Weiterentwicklung bieten. Kinder besitzen einen eigenen Lernrhythmus, der sich über Tage oder sogar Wochen erstrecken kann. Dadurch wird es notwendig, dass jedes Kind seinem eigenen Rhythmus folgen kann, was in einem zeitlich durchorganisierten Unterricht nicht möglich ist.

Die Kinder entwickeln im Unterricht ihre eigenen Ziele. Ein einfacher „Arbeitsmittelkonsum” ist im Unterricht nicht möglich, sondern die Kinder müssen selbstständig arbeiten und schaffen auf diese Weise eigene Leistungen. Die selbstentwickelten Ziele beruhen oft auf einer hohen Motivation, weil man entweder etwas selber tun will oder man etwas jemandem nachmachen will. Die Beurteilung erfolgt dabei individuell. Das Kind entscheidet selbst, ob es seine Leistungen der Lehrperson oder den anderen Schülerinnen und Schüler zugänglich macht. Es erfolgt eine persönliche Leistungsbewertung, die mit der Bewertung der Lehrperson oder den anderen Kinder abgeglichen werden kann. (Peschel 2005a, 167-172)