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Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz

Im Konzept von Peschel werden die in der Schule oft verwendeten Begriffe Sozial-, Sach und Selbstkompetenz aufgegriffen und definiert sowie Annahmen aufgestellt, wie diese erreicht werden.

Sachkompetenz ist

„kompetentes, (mit-)verantwortliches Handeln eines Einzelnen in einer Gemeinschaft, zu dem nicht eine möglichst grosse Anhäufung von Faktenwissen führt, sondern primär die Möglichkeit und Bereitschaft, Informationen und Methoden zu nutzen, ein Problem zu erkennen und zu lösen.” (ebd., 159)

Selbstkompetenz ist

„kompetentes, (mit)verantwortliches Handeln eines Einzelnen in einer Gemeinschaft und entwickelt sich eher, wenn man eigenverantwortlich, natürlich, entdeckend und interessegeleitet auf seinem eigenen Weg lernt, als wenn man einem fremdverordneten und geordneten Lehrgang folgt. Das gilt auch – bzw. vor allem – für die in der Grundschule anvisierte‚ grundlegende Bildung, einschliesslich der Kulturtechniken.” (ebd., 159)

Sozialkompetenz ist

„kompetentes, (mit-)verantwortliches Handeln eines Einzelnen in der Gemeinschaft, wobei sich eine entsprechende Mitmenschlichkeit und Verantwortlichkeit gegenüber dem gesamten Umfeld am ehesten entwickelt, wenn man sich und andere als eigenständige, sich möglichst selbst regulierende Individuen akzeptiert und durch demokratische Formen ein verantwortungsbewusstes und fürsorgliches Miteinander praktiziert.” (ebd., 159)

Dabei begründen alle diese Annahmen den Konzeptansatz:

„Sollten sich diese Annahmen als nicht für eine grössere Stichprobe tauglich erweisen – individuelle Abweichungen sind ja durchaus möglich -, so muss das Konzept als allgemein Umsetzbares in Frage gestellt werden.” (ebd., 159)